Akupunktur
Die Akupunktur wird in der chinesischen Medizin als „äussere Therapie“ (wai zhi) bezeichnet. Sie ist
die gezielte, therapeutische Beeinflussung von Körperfunktionen über spezifische Punkte an der
Körperoberfläche. Gemäss dem Standardwörterbuch für Medizin, Pschyrembel, wird sie beschrieben
als „… eine Therapiemethode (ca. 20 verschiedene Techniken), bei der an charakteristischen Punkten
der Körperoberfläche an Meridianen entlang Akupunkturnadeln unterschiedlich tief eingestochen
werden, wodurch energetische Störungen innerhalb des Organismus ausgeglichen bzw. einzelne
Organsysteme angeregt oder gedämpft werden sollen.“ (Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch; 1994;
S.32)
Für die klassische Akupunktur ist es unabdingbar, dass eine an traditioneller Medizin orientierte Diagnostik und Vorstellung der Krankheiten und deren Muster zu Grunde liegen. So wird die Wirkung hauptsächlich über eine Anregung und Wiederherstellung der körpereigenen Regulative erzielt. Die damit erzielten Resultate sind inzwischen zum Teil wissenschaftlich anerkannt.
Auch in der Geburtsvorbereitung kann Akupunktur helfen, Übelkeit, Erbrechen, Wassereinlagerungen und Rückenbeschwerden zu lindern. Zudem wird bei Steißlagen häufig Moxibustion angewendet, um das Baby zur Drehung in die korrekte Lage zu bewegen.
Siehe auch Moxa / Moxibustion
(Quelle: Handbuch SBO-TCM 2006)
